03   WAS IST ELOXIEREN?
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>> ZERTIFIZIERT NACH DIN-NORM
Wir    verfügen    über    die    Zertifikate    für    die    Bereiche Qualitätsmanagementsystem    nach    DIN    ISO    9001    und Umweltmanagementsystem   DIN   ISO   14001.   Die   genauen Informationen hierzu finden Sie unter Zertifikate...
ALLGEMEINES ÜBER DIE ELOXALSCHICHT ANWENDUNGSGEBIETE Schutzschichten gegen Korrosion und Verschleiß Dekorative Schichten z.B. Automobilbau Schichten als Haftgrund für nachfolgende Lackierprozesse Spezielle Anwendungen wegen ihrer thermischen und elektrischen lsolationseigenschaften SCHICHTEIGENSCHAFTEN Dicke der Oxidschichten Die    anodisch    erzeugten    Oxidschichten    müssen    je    nach    Verwendungszweck    nach    DIN    17611 bestimmte   Schichtdicken   aufweisen.   Sie   gelten   für   Strangpressprofile   bzw.   Bleche   und   Bäder   aus Aluminium bei Anwendung des GS-Verfahrens (Gleichstrom­Schwefelsäure-Verfahren). Beispiele enthält folgende Tabelle:
Klasse
Mindest- schicht- dicke in µm
Lage und Beanspruchung
10 15 20 25
innen, trocken innen, zeiweise nass Außen.   ländliche   Atmosphäre   ohne   Luftverunreinigungen   (nur   S0-2-Mengen   aus   Haus- und lndustriefeuerungen) außen, Stadt- und lndustrieatmosphäre (S02 aus Verbrennungs­und Industrieabgasen) bei besonders aggressiver Atmosphäre (z.B. Kombination von Industrie- und Seeklima)
10 15 20 25
Es    ist    zu    beachten,    dass    die    Schichtdicke    in    Nuten    aufgrund    der    Profilgeometrie    und    der Streufähigkeit     des     Anodisierbades     geringer     sein     kann.     Für     Sonderfälle     mit     getrennt     zu spezifizierenden   Anforderungen   sind   auch   Schichtdicken   von   5   Mikrometer   oder   kleiner   möglich. Schichtdicken     von     3()     Mikrometer     sollten     nicht     überschritten     werden,     weil     sonst     deren Beständigkeit wieder geringer wird. Dekorative Schichten Das   Schwefelsäure-Verfahren   ist   für   dekorative   Schichten   am   geeignetsten.   Sie   sind   farblos   und haben    ein    hohes    Adsorptionsvermögen.    Auf    AI99.9    bis    AI99.8    werden    praktisch    vollkommen transparente    und    farblose    Schichten    erzeugt.    Bei    AI99.5    bis    AI99.1    verursachen    Eisen-    und Siliziumverunreinigungen    eine    milchige    Eintrübung,    die    mit    steigender    Schichtdicke    zunimmt. Schichten   auf   Legierungen   von   Reinstaluminium   mit   Magnesium   oder   Magnesium-Silizium   sind transparent und hell.   Korrosionsschutz Die   anodisch   erzeugten   Schichten   verbessern   im   verdichteten   Zustand   die   Widerstandsfähigkeit   von Aluminiumoberflächen   gegenüber   Witterungseinflüssen   und   einem   chemischen   Angriff   von   pH   5   bis 8. AUFBAU Schichtaufbau Beim    Anodisieren    entsteht    eine    kompakte    dielektrische    Schicht    (Sperrschicht).    Sie    setzt    dem Stromdurchgang   einen   Widerstand   entgegen.   Durch   die   relative   Badspannung   und   hohen   Feldkräfte wird   die   Sperrschicht   durch   Elektronen   durchschlagen   und   verliert   dadurch   ihren   dielektrischen Charakter.    Durch    die    Dipolwirkung    des    Wassers    wird    der    negativ    wirkende    Sauerstoff    an    die Phasengrenze   angezogen.   Durch   die   hohen   Feldkräfte   durchschlagen   die   Elektronen   die   Oxidschicht und    das    Wassermolekül    wird    zu    seinen    Ionen    oxidiert.    Auch    Aluminium-Ionen    können    die Sperrschicht   durchschlagen.   Der   Elektrolyt   wandert   in   diese   Durchschlagsporen   nach   und   es   bildet sich   dort,   wo   der   Sauerstoff   auf   das   metallische   Aluminium   trifft,   wieder   eine   neue   dielektrische Schicht   aus.   Durch   diesen   Mechanismus   kommt   es   zum   Wachstum   der   Beschichtung.   Da   sich unzählige   solcher   Poren   nebeneinander   befinden,   wächst   die   Schicht   gleichmäßig   in   das   Metall. Dabei    hat    nur    immer    die    frisch    und    unmittelbar    am    Metall    gebildete    Schicht    den    kompakten, dielektrischen Charakter.
13 DATENSCHUTZ